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d r   z i m m e r   a r c h i t e k t e n   &   i n g e n i e u r e   g b r


 

h e i z u n g s t e c h n i k

 

k o n t r o l l i e r t e    l ü f t u n g

 

Die heute erforderliche, immer dichtere und immer besser gedämmte Gebäudehülle führt fast zwangsweise zur kontrollierten Raumlüftung mit Wärmerückgewinnung. Das ist gesetzlich (nach der EnEV-2016) nicht erforderlich, wird aber auf jeden Fall empfohlen. Für den notwendigen Luftaustausch sorgt eine Lüftungsanlage, die die warme Abluft dazu nutzt kalte Außenluft zu erwärmen und dem jeweiligen Raum zuzuführen. Zu erwähnen sei – dass das Lüften ohne Anlage durch kurzes und kräftiges Öffnen der Fenster,  d.h. 5-7 Minuten geschehen sollte (und das 5-6 mal täglich). Ein derartiges Lüften der Wohnung ist um vieles effizienter als bspw. die Fenster ständig auf Kippstellung zu belassen. Durch ein solches Stoßlüften vermeidet man hohe Heizkosten und Pilzbildungen im Haus. In Betracht der heutigen Anforderungen an die Luftdichtheit der Gebäudehülle in Verbindung mit berufstätigen Besitzern der Immobilie ist es schwierig, den Wohnraum schimmelfrei zu halten.

 

 

b r e n n w e r t k e s s e l

 

Der Brennwertkessel nutz ebenfalls die Abwärme im Abgas (die bei Verbrennung vom Gas oder Öl entsteht) aus und benötigt dadurch bis zu 10% weniger Brennstoff als die Niedertemperaturtechnik. Diese Heizungsart ist derzeit die günstigste Variante.

 

 

l u f t w ä r m e p u m p e

 

Das Funktionsprinzip von allen Wärmepumpen ist wie die eines Kühlschranks, nur in umgekehrter Form. Sie sind mit einer bei niedrigen Temperaturen siedender  Flüssigkeit und einem Kompressor ausgestattet. Die Mischflüssigkeit zieht die Wärme aus der Luft und verdampft. Der Kompressor verdichtet den Dampf und verflüssigt ihn, wodurch Wärme entsteht, die an das Heizungsnetz weitergeben wird. Die Effizienz der Luftwärmepumpe ist nicht sonderlich beeindruckend, kann aber eine Alternative (besonders in Wasserschutzgebieten) darstellen.

 

 

w a s s e r - w a s s e r -   u n d   s o l e - w a s s e r - w ä r m e p u m p e n

 

Das Prinzip ist wie bei der Luftwärmepumpe. Der Unterschied besteht darin, dass bei der Wasser-Wasser-Wärmepumpe die Wärme aus dem Grundwasser mittels Flachkollektoren (in einer Tiefe von bis zu 2 Metern) und bei der Sole-Wasser-Wärmepumpe aus dem Erdreich (durch eine 60 – 100 Meter tiefe Bohrung) gewonnen wird. Diese beiden Arten der Wärmepumpe sind wesentlich effizienter als eine Luft-Wärmepumpe.

 

 

k r a f t - w ä r m e - k o p p l u n g s a n l a g e n

( k w k - a n l a g e n )

 

In solchen Anlagen wird ähnlich wie in Brennwertkesseln durch die Verbrennung vom Gas oder Öl das Wasser verdampft und die gewonnene Wärme zweierlei genutzt. Circa 2/3 der Energie wird als Wärme in das Heizungsnetz eingespeist und ca. 1/3 der Energie (durch einen Stirlingmotor) in elektronische Energie (Strom) umgewandelt. Obwohl schon Mikro- (und sogar Nano-) KWK-Anlagen für den Bereich der Einfamilienhäuser auf dem Markt verfügbar sind, eignen sich KWK-Anlagen überwiegend für größere Objekte (wie bspw. ein Mehrfamilienhaus). Da diese Anlagen am besten in einem zusätzlichen Raum (schallisoliert) platziert werden sollen.

 

 

s o l a r a n l a g e

 

Mit modernen Solarkollektoren kann man das Warmwasser im Sommer bis in die Übergangszeit hinein erwärmen, dadurch Brennstoffe sparen und die Energiekosten stark verringern. Eine gute Solaranlage für die Unterstützung der Heizung und Warmwasserbereitung kann durchaus 60% des jährlichen Energiebedarfs für Warmwasser decken. Interessant ist in diesem Zusammenhang die Verkoppelung der thermischen und photovoltaischen Anlagen (s. auch unser Entwurfskonzept SEETE - die Neu-Erfindung der „Solaranlage zur Erzeugung von elektrischer und thermischer Energie“. Gebrauchsmuster Nr. 20 2009 006 442.5. Deutsches Patentamt, 2009“).